Trendliniendifferenzmethode

By on Juli 16, 2018

Kursziele nehmen eine bedeutende Rolle in der Chartdarstellung ein. Um diese aus einem üblichen Trendverlauf und der Bewegung abzuleiten, ist die Trendliniendifferenzmethode äußerst hilfreich. In diesem Kapitel auf unserer Seite werden wir diese Methode genauer analysieren und Ihnen genau vorstellen.

 

Die Trendliniendifferenzmethode ist eine sehr komplexe Angelegenheit und basiert auf den Ansätzen und dem Wissen von Tom DeMarkt. Trendlinien und deren Funktionen sind für den Markt sehr wichtig und haben eine besondere charakterliche Eigenschaft. So sind die Trendlinien frei von undisziplinierten Angelegenheiten. Viel mehr stellen diese Linien einen fairen Wert dar.

Besonders langangelegte Trendlinien sind von dieser Methode betroffen. Denken Sie für einen Moment einen Schritt weiter und denken Sie an eine aufwärts tendierende Preisbewegung, die sehr lang ist. Bei diesen Situationen ist der Preis nicht unter Kontrolle und kann stark nach oben wie auch stark nach unten geraten. Diese starken Preisübertreibungen werden in regelmäßigen Abständen korrigiert. Der faire Wert im Trend hat eine maximale Abweichung bei der Spanne, die Sie als Trader für die entsprechende Gegenbewegung verwenden können. Um Ihnen diese Theorie ein wenig näherzubringen, nehmen wir ein Beispiel aus dem Alltag. Ein strammes Band wird bei Bewegung eine Strecke zurücklegen und dieselbe Strecke wird es anschließend aufnehmen. Hierbei ist der Schwung wie auch der Gegenschwung in etwa gleich und daher ist der Ruhezustand respektive der faire Wert wie beim Finanzmarkt ständig aktiv. Es geschieht ein ständiger Anpassungsprozess und die Übertreibungen müssen bei den Finanzmärkten regelmäßig in die eine wie auch die andere Richtung angepasst werden. Die Kurse steigen und fallen also regelmäßig und in diesem Zusammenhang spricht man beim Traden auch von symmetrischen Preisanpassungen. Um es klar zu definieren: Der Preis tendiert abseits nach oben wie auch nach unten und die Abstände sind dabei immer in etwa genauso weit.

Beim Bemessen der Kursziele ist die Trendlinien-Differenz-Methode also sehr effektiv und dieses Prinzip stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, um von den Schwüngen zu profitieren.

Die gängige Praxis besagt, dass eine bevorstehende Trendwende ansteht, wenn die Trendlinie auf signifikante Art und Weise durchbrochen wird. Doch wie schaut diese Trendlinie im Optimalfall aus? Eine Trendlinie definiert sich durch seine Beständigkeit und zeichnet sich dabei durch Länge, Häufigkeit und Steigung aus. Die Häufigkeit der Bestätigung vom Kurs ist sehr hilfreich und besonders bedeutend.  Je ausdrucksvoller eine Trendlinie ist, umso besser funktioniert die Trendliniendifferenzmethode. Die Neigung des Winkels ist dabei ebenfalls entscheidend. Je flacher der Winkel und je länger und häufiger der Kurs bestätigt wurde, desto besser ist diese Methode in seiner Ausprägung.

Wie schaut die Herangehensweise bei der Trendliniendifferenzmethode aus?

Die Vorgehensweise bei der Trendliniendifferenzmethode ist im Grunde sehr einfach. Ein Preisziel lässt sich bestimmen, wenn eine Trendlinie durchbrochen wird. Dies ist bei der ursprünglichen Chartformation im Grunde genauso. Die Nackenlinie bei der SKS Formation ist ähnlich und als Trader können Sie bei der Trendliniendifferenzmethode genauso vorgehen.

Im ersten Schritt zeichnen Sie in einem jeweiligen Chart die markantesten Trendlinien ein. Anschließend wird es wichtig und Ihre Aufgabe ist es, die Extremkurse herauszufinden. Das bedeutet im Endeffekt, dass Sie die Kurse finden müssen, die am meist entferntesten von der Trendlinie sind. Im Folgenden Schritt bemessen Sie die vertikale Distanz. Die Distanz zwischen der am meist entfernteste Extremkurs und der Trendlinie wird dabei als Grundlage genommen. Nun kommt es zum sehr wichtigen Teil. An der Stelle, wo der Trend gebrochen wurde, wird die von Ihnen berechnete Strecke in die gegenüberliegende Richtung gespiegelt. Mit Hilfe der Trendliniendifferenzmethode können Sie also ein Kursziel bemessen. Nehmen wir noch ein Beispiel: Wenn der Kurs also im Rahmen eines Aufwärtstrends durchbrochen wird, so sollten Sie als Trader den vertikalen Abstand von der Trendlinie bis zum Hoch vom Kurs messen. Anschließend gilt es ihn zu projizieren.

Hinter dieser Methode steckt eine sehr genaue Zielrichtung. Zunächst legen ein Großteil der Anleger auf steigende Kurse und die Euphorie nimmt ein unfassbares Ausmaß. Wenn die Kurse also über die Trendlinie steigen, kann es genauso gut zu einer Entfernung der Trendlinie kommen. Grund hierfür ist die Psychologie der Anleger. Diese sind emotional veranlagt und das Gegenteil von Euphorie ist bekanntermaßen Pessimismus. Die gesamte Logik muss bei einem Abwärtstrend natürlich entgegengesetzt gesehen werden. Wird ein Abwärtstrend in die obere Richtung durchbrochen, wird die Methode ebenfalls angewandt. Folglich erhalten Sie eine zielgenaue Zone, die für den anschließenden Aufwärtstrend von Bedeutung ist.

Dabei spielen natürlich auch die Differenzen eine gewichtige Rolle. Die Abstände der extremsten Kursentfernung bei Auf- oder Abwärtstrend sind hierbei zu beachten.

Wie verhält sich das von Ihnen berechnete Kursziel?

Eher selten tritt die Situation ein, dass Sie mit Einsatz der Trendliniendifferenzmethode ein „ultimatives“ Kursziel erreichen und projizieren können. Diese Annahme ist nur äußerst selten und daher sollten Sie die Kursextremen genau im Auge behalten. Generell sollten Sie den Begriff Kursziel bei dieser Methode nicht allzu ernst nehmen. Es soll eine Hilfe darstellen. Die Praxis zeigt, dass die Kursziele erst nach der Trendumkehr erreicht werden. Im folgenden Schritt wird diese oft auch überschritten. Die Kursziele haben also eher die Eigenschaft von einem Minimalkursziel. Wenn Sie also ein Kursziel projizieren und die Preise signifikant fallen, kann es passieren, dass bei einer der folgenden Bewegungen ein Widerstandslevel erreicht wird. Bei einer Korrekturbewegung kann dies ebenfalls erreicht wird. Nehmen Sie dieses Widerstandslevel also in jedem Fall ernst und denken Sie bei Ihren Charts auch an die Kurszielprojektionen. Fällt die Trendlinie im Übrigen, so müssen Sie das Prinzip der Trendliniendifferenzmethode umkehren. Sollte der von Ihnen projizierte Preis beim Minimalkursziel überstiegen werden, so fungiert dieser bei der nächsten Korrekturbewegung als Unterstützungslevel und wird Ihnen in jedem Fall helfen.

Verschiedene Chartskalierungen und welche soll ich verwenden?

Für eine bestimmte Chartskalierung gibt es kein genaues Pro und Contra. Vielmehr sollten Sie verschiedene Ansätze nutzen, alle offenen Lösungen prüfen und beide Skalierungen analysieren. In einer Reihe von Fällen sind die ermittelten Mindestkursziele auf einem gleichen Niveau. Dies gilt für die logarithmische wie auch für die lineare Skalierung. Gerade für kurzfristige Trend sollten Sie die lineare Skalierung im Auge behalten. Längerfristige Trends sollten eher aus Sicht der logarithmischen Skalierung betrachtet werden.

Wie schaut es mit bestimmten Märkten und Zeitintervallen aus?

Die Trendliniendifferenzmethode ist im Grunde auf alle möglichen zeitlichen Intervalle anwendbar. Die projizierten Zonen, die Sie als Ziel ermittelt haben, lassen sich auch im Zeitfenster des Intraday anwenden.

Der Cluster bei den verschiedenen Kurszielen und deren Projektionen

Sehr oft liegen innerhalb von einem einzigen Trend mehrere Punkte, die als Schwunghoch oder Schwungtief gekennzeichnet sind. Gerade bei einer längerfristigen Trendlinie mit einem lediglich leicht abwärts oder aufwärts gerichteten Markt sind diese Punkte häufig vertreten.

Tritt diese Situation ein, so ist es ratsam, die einzelnen Kursziele zu ermitteln und eine Analyse zu starten. Dabei sollten Sie prüfen, ob die einzelnen Kursziele nah beieinanderliegen. Ist dies der Fall, so spricht man fachlich von Clusters. Dieser Begriff bezeichnet die verschiedenen Kurszielprojektionen und präsentiert Überlappungen dabei.

Aufgrund der Praxis dürften Sie feststellen, dass sich mehrere Zielwerte beim Preis beidseitig bekräftigen und auf diese Art und Weise ein Cluster entsteht. Die Signifikanz steigt bei mehreren Zielen im Übrigen auch. Heutzutage hat der Markt Gesetzmäßigkeiten, die Sie als Trader beachten müssen.

Trendliniendifferenzmethode – ein kurzer Überblick

Die Trendliniendifferenzmethode ist im Grunde ein sehr einfaches Instrument, das sehr leicht anzuwenden ist. Ziel dieser Methode ist es, die Kursziele so genau wie möglich zu bestimmen. Beim Traden sollten Sie auf Überlappungen, den sogenannten Clusters achten. Widerstände und Unterstützungen sowie mögliche Kurslücken unterstützen die Bestätigung genauso wie Umsätze. Die Bedeutung der potentiellen Zielzone lässt sich auf diese Art und Weise deutlich erhöhen.

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