Trends und Tendenzen an den Märkten

By on Mai 3, 2016
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Oftmals wird an den Märkten von Trends und Tendenzen gesprochen ohne aber genau zu erklären was diese zu bedeuten haben und wie man Sie als Trader nutzen kann. In diesem Artikel lesen Sie alles was man zu diesem Thema wissen muss und wie auch Sie durch Trend-Trading ihre Ergebnisse dramatisch verbessern können.

 

In der technischen Analyse wird ein Trend mit einer Kursentwicklung die über einen längeren Zeitraum in die selbe Richtung verläuft, definiert. Durch das frühzeitige Erkennen dieser Trendphasen, kann der geschickte Trader rechtzeitig aufspringen und enorme Profite erzielen.

Ganz klar: Eine Marktanalyse welche die vorherrschenden Trends verkennt, ist im Grund zum Scheitern verurteilt.

Trader die stets versuchen gegen die bestehende Marktrichtung zu setzen, haben keine Chance nachhaltig an den Märkten zu bestehen. Daher ist es auch so wichtig das eigenene Handeln nach der bestimmenden Tendenz auszurichten und mit dem Trend zu traden.

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Trends oder Tendenzen verläufen niemals linear

Man kann sich natürlich einen Trend niemals als lineare Bewegung in eine bestimmte Richtung vorstellen. Denn auch bei einem starken Trend, kommt es in der Regel immer wieder zu kurzfristigen Gegenbewegungen, welche das Leben des Trendtraders erschweren können. Die Kursentwicklung bei einem Trend gleicht vielmehr einer Welle mit wiederkehrenden Hochs und Tiefs.

Wichtig dabei ist es die Grundrichtung in der sich diese Wellen bewegen, richtig einzuordnen. Dieser Trend kann in drei Richtungen zeigen: aufwärts, abwärts und seitwärts.

Das Konzept eines Trends ist leicht erklärt: bilden sich stets höhere Hochs und Tiefs, dann handelt es sich um einen Aufwärtstrend. Bei durchgehend niederen Hochs und Tiefs, spricht man in der Charttechnik von einem abwärtsgerichteten Trend. Bei Seitwärtstrends ist hingegen kein klarer Verlauf der Hoch- bzw. Tiefpunkte zu verzeichnen.

Viele Neulinge gehen davon aus, dass ein Markt immer nach oben oder unten tendiert. Dem ist aber nicht so und es gibt Untersuchungen die zeigen, dass sich die Märkte bis zu 80% der Zeit in einer seitwärtsgerichteten Bewegung befinden, die aber immer wieder von kurzen und heftigen Ausbrüchen nach oben oder unten unterbrochen wird.

In Phasen der Konsolidierung befinden sich Angebot und Nachfrage in einem seligen Gleichgewicht. Dabei spricht man fälschlicherweise oft von einer trendlosen Periode. Dies ist nicht ganz richtig, den nach der strengen Definition der technischen Analyse, sollte man hier von einem seitwärtsgerichteten Trend sprechen.

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Vorgangsweise bei Trends

Nachdem man also den vorherrschenden Trend richtig erkannt hat, ist es grundsätzlich nicht schwer zu verstehen was zu tun ist. Das heisst kaufen bei einem Aufwärtstrend, verkaufen bei einem Abwärtstrend und abwarten bei einer seitwärtsgerichteten Grundtendenz. Auf den jeweiligen Trend setzen wir dann solange bis er umkehrt. So die simpel klingende Theorie. Aber wie sieht die Umsetzung in der Praxis genau aus?

In der Marktrealität ist es wichtig nicht nur die Grundtendenz zu erkennen, sondern auch die verschiedenen Zeitfenster richtig einzuordnen. Dabei unterscheidet man zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Trends. Die kurzfristigen Trends, welche auch tertiäre Trends bezeichnet werden, dauern in der Regel nicht länger als wenige Wochen an und werden von den mittelfristigen oder Sekundärtrends überlagert, welche mehrere Wochen bis Monate andauern können. Ganz oben steht dann der langfristige oder Primärtrend.

Ganz wichtig für jeden erfolgreichen Trader ist es immer in die Richtung des Primärtrends zu setzen und sich niemals diesem entgegen zu setzen.

Aus der konventionellen Zyklustheorie wissen wir, dass jeder Primärtrend aus drei mittelfristig gleichgerichteten bzw. zwei Gegenbewegungen besteht. Natürlich wird diese Einteilung nicht immer zu 100% genau zutreffen, aber sie hilft uns bei der Orientierung.
In einem Primärtrend sind die gleichgerichteten Bewegungen in der Regel kontinuierlich, stark und langlebig, während die Gegenbewegungen eher kurzlebiger und heftiger Natur sind. Speziell in einem Aufwärtstrend sind die kurzfristigen Gegenbewegung meistens extrem heftig, dafür aber nur sehr kurzlebig. Sie sind grundsätzlich extrem schwer zu prognostizieren.

Auch eigenen Sie sich gut um auf den Primärtrend aufzuspringen bzw. bei bereits bestehenden Positionen, diese noch weiter auszubauen.

Der langfristige Trend ist daher wesentlich besser handelbar, da er leicht zu erkennen ist und nicht ein so ein optimales Timing erfordert wie die kürzerfristigen Gegentrends.
Je nach anvisiertem Trading-Horizont werden nach Erkennung des Primärtrend, die kurz- bzw. mittelfristigen Trends für den exakten Einstieg verwendet. Ganz kurzfristige Trends eignen sich dabei optimal um das genaue Einstiegspreisniveau zu finden. Dabei kann man auch auf andere klassische Instrumente der Charttechnik wie Unterstützungen und Widerstände zugreifen.

 

Übergeordneter Trend ist Richtungsweisend

Vergessen Sie aber niemals, immer in die Richtung des Primärtrends zu handeln.

Grundsätzlich gilt, dass je früher Sie diesen Primärtrend erkennen können, desto leichter werden Sie auch die Positionen halten können. Dem ist so, da Ihnen dann die zwangsläufigen Gegenbewegungen nicht mehr so großen Schaden zufügen können und an der langfristigen Grundtendenz voll mitpartizipiert werden kann.
Natürlich ist es aber fast unmöglich langfristige Trend immer ganz frühzeitig zu erkennen und dann auch zeitgerecht aufzuspringen. Da helfen aber die Sekundär- und Tertiärtrends, um nach einer zweifellosen Ausbildung eines Primärtrends, richtig zu handeln.
Der Sinn dieser Vorgangsweise ist es nicht die genaue Trendumkehr zu erwischen, sondern auf eine Bestätigung des sich formenden Primärtrends zu warten, um so einen möglichst guten Einstiegspreis in die richtige Richtung zu finden. Damit werden Sie ohne jeglichen Zweifel, die besten Handelsergebnisse erzielen. Ihr Trading-Konto wird es Ihnen danken.

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