Steigendes Dreieck

By on November 6, 2017

Eines der aussagekräftigsten Trendfolgeinformationen ist das steigende Dreieck. Wenn es ausgelöst wird, sind in der Regel impulsive Trendbewegungen zu erwarten. So lohnt es sich selbstverständlich für einen Trader, sich auf die Suche nach solchen Kursmustern zu machen.

 

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von verschiedenen Chartmustern. Die Literatur umfasst derart viele Muster, dass diese auch allesamt einzeln betrachtet werden sollten. Als Trader gibt es gewisse Chartmuster, die man in jedem Fall kennen sollte. So auch das steigende Dreieck, dass mit Abstand zu den bekanntesten zählt. Diese Form des Musters ist einfach zu identifizieren. Beim Chartmuster steigendes Dreieck liegt das Grundmuster in einem Dreieck. Früher in der Mathematik hatten Dreiecke bereits eine primäre Rolle im Bereich der Geometrie – beim Traden sind Dreiecke ebenfalls wichtig. Gerade das Auftreten von diesen Mustern in Aktien oder börsengehandelten Wertpapieren ist faszinierend und als Trader sollte man sich mit diesen Bereichen der technischen Analyse in jedem Fall beschäftigen. Wenn man den strengen Blick in einem solchen Chart lässt, kann man mit ein wenig Denken verschiedene Formen des Dreiecks finden. Die verschiedenen Dreiecke lassen sich grundsätzlich in drei verschiedene, grundlegende Kategorien einteilen. Das steigende Dreieck ist nämlich ein Teil. Die anderen beiden Teile sind die symmetrischen Dreiecke sowie das fallende Dreieck. Bereits vorab lässt sich festhalten, dass ein steigendes Dreieck eine gewisse Prognosekraft besitzt.

Nachfolgend möchten wir uns zunächst einmal das steigende Dreieck und die Bedeutung anschauen.

Innerhalb einer übergeordneten Trendbewegung bilden Dreiecke eine Konsolidierungsformation. Das Tragische ist, das diese genauso gut einen Hinweis auf eine Fortsetzung der übergeordneten Bewegung sein können, als auch eine abrupte Trendwende die einen kompletten Wechsel einläutet. Das ist natürlich das Tückische von einem Dreieck. Innerhalb einer Aufwärtsbewegung gelangt der Kursverlauf an einen Höhepunkt und geht in eine Konsolidierung über.  Nach einem Zwischentief reicht der aufgebaute Kaufdruck nicht mehr aus, um das vorherige Hoch zu überwinden und dann prallt der Kursverlauf nach unten ab. Sollte sich jedoch während der Konsolidierung ein markantes Zwischentief bilden, welches oberhalb des Vorgängertiefs liegt. Ist das die Definition eines steigenden Dreiecks. In diesem Fall kann der Trader auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung spekulieren. Das Aufkommen von Kaufdruck im Markt erfolgt früher und das ist im Dreieck ersichtlich. Diese Bewegung wird dann aber durch den aufkommenden Verkaufsdruck an der starken Widerstandslinie scheitern. Während einer laufenden Konsolidierung wird durch eine immer enger werdende Kursspanne Druck aufgebaut, dieser entlädt sich mit einem Ausbruch in eine stärker trendierende Bewegung. Je früher das Aufkommen des Kaufdrucks ist, desto eher deutet sich ein Kursausbruch nach oben an. Dies wiederum wird dann als deutliches Signal zum Aufbau von Longpositionen angesehen.

Der Trader kann aus dieser Konsolidierungsformation darüber hinaus ein Kursziel für die folgende Aufwärtsbewegung ableiten. Er setzt dafür die größte Ausdehnung innerhalb des Dreiecks auf die Widerstandslinie.

Der klassische Einstieg in eine neue Longposition erfolgt während der über die Widerstandslinie laufenden Ausbruchsbewegung.

Die Unterkante der Dreiecksformation wird dann als Absicherung der Position platziert.  Diese Variante des Einstiegs ist aus Sicht des Chance-Risiko Verhältnisses eher ungünstig.  Häufig liegt bereits ein überkaufter Zustand vor, der anfällig ist für eine bald folgende Konsolidierung.  Die Entfernung im Vergleich des klassischen Stopp-Loss zum sich bietenden Kurspotenzial ist sehr groß. In diesem konkreten Beispiel ist bereits ein Ausbruch aus der Dreiecksformation   erfolgt, es läuft dann die Pullbackbewegung, zurück auf die gebrochene Dreiecksoberkante. In dem Moment, wenn der Kurs nach oben abprallt, kann der Trader das Dreieck als aufgelöst betrachten.  Die Dreiecksunterkante befindet sich nicht weit vom Einstiegsniveau und das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung. Der Trader kann also eine relativ enge Absicherung der Position vornehmen.

Das Prinzip des steigenden Dreiecks lässt sich aber auch völlig umkehren. Um ein fallendes Dreieck handelt es sich, wenn die spiegelbildliche Situation eintritt. Der Kursverlauf fällt über eine definierte Unterstützung und bildet eine Abwärtstrendlinie. Der früher aufkommende Verkaufsdruck deutet dann letztlich auf eine Abwärtsbewegung bei einem Bruch der Unterstützung hin.

Die Form des Dreiecks ist dabei grundsätzlich gleich. Eine horizontale Trendlinie und eine aufwärts geneigte Trendlinie bilden das Dreieck. Dabei sollte man als Trader wissen, dass am Beginn der Formation die Umsätze deutlich höher sind als am Ende. Zudem kann es auch zur vorzeitigen Ausbrüchen kommen. Nach dem ein Ausbruch geschehen ist, steigt der Kurs. Dabei kann es in vielen Fällen vorkommen, dass die sogenannten Throwbacks auftreten. Im Grunde ist ein steigendes Dreieck sehr hilfreich. Es zeigt an, dass die Bullen auf dem Weg sind, Ihre Kräfte zu bündeln. Zu diesem Zeitpunkt können die Kurse den Widerstand nicht durchbrechen. Dieses Kraft bündeln dauert in der Regel zwischen sechs und 12 Wochen.

 

Was steigende Dreiecke letztlich aussagen und welche Bedeutung Sie haben

Schaut man sich den Kursverlauf von einem Börsenwert genauer an, so lassen sich die verschiedensten Chartmuster erkennen. Als Trader ist es durchaus eine Kunst, diese Muster zu erkennen. Damit man als Trader ein solches Dreieck erkennt, muss man sich in jedem Fall die Kurse anschauen. Dabei gilt: Desto höher die jeweilige Zeitebene ist, desto aussagekräftiger ist ein Muster. Ein steigendes Dreieck im Tageschart hat somit eine deutlich größere Bedeutung als eins, das nur im Minutenchart einmal kurz erscheint.

Der Vorteil von einem steigenden Dreieck liegt klar auf der Hand. Hat man als Trader ein solches Muster erkannt, kann man auch von weiteren ausgehen. In den meisten Fällen wird bei einem solch speziellen Dreieck die obere Trendlinie durchbrochen. Die Folge sollte klar sein – die Kurse steigen weiter und dementsprechend kann man als Trader auch handeln.

Ein steigendes Dreieck ist somit auch die Möglichkeit, um äußerst profitabel zu traden. Den Einstieg ermöglichen 2 Einstiegspunkte und somit hat man als Trader auch 2 Möglichkeiten. Eine sichere und eine riskantere Variante. Während die riskante Variante den nächsten Kontakt mit der aufsteigenden Trendlinie einnimmt, hat die sichere Variante deutlich weniger Risiko. Hierbei platziert man als Trader die Kurse oberhalb von der waagerechten Linie. Ein sogenanntes Stop-Loss sollte man unterhalb von der oberen Trendlinie platzieren. In sehr vielen Fällen ist es sehr oft der Fall, dass die Kurse nach einem Ausbruch die obere Trendlinie testen. Erst anschließend steigen die Kurse weiter an.

Letztlich sollte man sich mit dem Chartmuster steigendes Dreieck sehr intensiv beschäftigen. Kennt man sich hier aus, lässt sich das Traden deutlich profitabler gestalten.

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