Trading – Das Risiko

By on Januar 26, 2018

Ganz gleich, ob Sie als Trader oder Investor agieren: Beim aktiven Investieren sind neben einer intensiven Strategie auch der Kapitaleinsatz, das Verlustrisiko und mögliche Gewinnchancen wichtige Aspekte. In diesem Kapitel werden wir uns mit dem Thema Risiko- und dem Moneymanagement beschäftigen und Ihnen alle ausführlichen Informationen an die Hand geben.

 

Das Thema Trading ist sehr weitreichend. Sie als Trader müssen die Situation perfekt einschätzen und darauf achten, dass jedes Rad miteinander harmoniert. Die Frage, welcher Teilbereich dabei die bedeutendste Rolle einnimmt, brauchen Sie sich dabei nicht stellen. Als Trader werden Sie nur dann erfolgreich sein, wenn alle Schritte ineinandergreifen. In diesem Kapitel geht es um den Teilbereich Risiko & Moneymanagement.

 

Moneymanagement – die wesentlichen Bereiche

Der Bereich des Moneymanagements ist sehr komplex. Gemeinsam mit dem Bereich Risiko spricht man in Fachkreisen auch vom RMM. Die Aufgabe vom RMM ist das Bestimmen der Positionsgröße. Damit können Sie das Risiko von Ihren Positionen, Ihrem Ansatz und natürlich auch Bereiche wie der Belastung und der Performance lenken. Beim Wählen der Tradingstrategie geht es bekanntlich um Ein- und Ausstiegsregeln. Diese bieten Ihnen den Vorteil, dass Sie die mögliche Positionsgröße vergrößern respektive vervielfachen können. Diese Vervielfachung der Position ist enorm wichtig.

Beim Kontoverlauf einer möglichen Tradingstrategie kann man teilweise feststellen, dass die Handelsgeschäfte sowohl beim Euro als auch beim US-Dollar absolut gleich sind. Dies betrifft sowohol den Ein- und Ausstieg als auch den wichtigen Bereich des Trademanagements. Bei den Taktiken gab es ausschließlich bei der Größe von den Positionen Abweichungen.

Grundsätzlich lässt sich beim Bereich Risiko & Moneymanagement folgendes bemerken:

Es kann beim Traden und der anschließenden Auswertung von den einzelnen Performances zu einer starken Streuung der Ergebnisse kommen. So kann es zu einem kompletten Verlust Ihres Kapitals kommen. Genauso kann es aber auch sein, dass Sie einen sehr hohen Gewinn erzielen und Ihr Konto stark anwächst. Durch die Wahl der Positionsgröße können Sie folglich entweder Verluste oder eben Gewinne erzielen.

Die Frage, welche die optimale Positionsgröße ist, bedarf weitreichender Vorabgedanken und daher sollten Sie genau überlegen und sich die nachfolgenden Sätze sehr genau durchlesen.

Das zentrale Anliegen beim RMM ist das Finden der optimalen Positionsgröße in Bezug auf die eigene Strategie. Auf diese Art und Weise können Sie langfristig erfolgreich Traden und zudem Ihre Ziele besser erreichen.

Damit dürfte Ihnen allerdings auch klar sein, dass es keine pauschale Taktik für jeden Trader gibt, sondern jede Bemessung und jede Position individuell abgestimmt sein muss. Um diese individuellen Abstimmungen optimal bestimmen zu können, müssen Sie sich zunächst einmal selbst finden. Darüber hinaus müssen auch die grundlegenden Eigenschaften der Tradingstrategie analysiert werden.

 

Achten Sie auf persönliche Präferenzen sowie auf die Ziele

Ehe Sie sich an die Wahl der geeigneten Positionsgröße machen, sollten Sie sich mit Ihren persönlichen Zielen und Präferenzen entscheiden. Dies sind mitunter am Wichtigsten und davon ist auch die Positionsgröße stark abhängig. Sind Sie ein angriffslustiger Trader, werden Sie eine vollkommen andere Vorgehensweise verfolgen als ein eher zurückhaltender Trader.

Stellen Sie sich daher vor dem Beginn und dem Finden der Positionsgröße die folgenden drei Fragen:

  • Welches Risiko möchte ich grundlegend eingehen?
  • Wie schaut meine emotionale Seite aus und in welcher Höhe kann ich Rückschläge im Depot emotional verkraften?
  • Welche Verluste und allgemein schlechten Nachrichten kann ich verkraften?

Mit dem Beantworten dieser charakterlich wichtigen Fragen, können Sie bereits schnell feststellen, zu welcher Sorte von Trader Sie gehören. Im Anschluss daran gilt es die eigenen Ziele zu bestimmen und zu definieren. Beispielsweise ist es nahezu unmöglich als vorsichtiger und risikoscheuer Trader eine jährlich stark wachsende Rendite zu erwarten. Es ist wichtig, dass Sie die eigenen Ziele klar definieren, denn nur so können Sie die optimale Positionsgröße für Ihren Bedarf finden. Natürlich ist es das Ziel eines jeden Traders den höchstmöglichen Profit mit dem geringsten Risiko zu erzielen. Es kommt natürlich auch auf die Zeit an. Ein Hauptberuflicher Trader hat andere Ziele als ein Trader, der den Job nur als nebenberufliche Tätigkeit ausführt.

Die eine einzige Strategie für jeden Menschen auf der Welt gibt es nicht und von diesen Gedanken sollte man sich auch sehr schnell wegbewegen. Nutzen Sie innerhalb des RMM eine individuelle Strategie und greifen Sie beim Trader auch ab und an zu etwas mehr Mut. Nehmen Sie sich die notwendige Zeit und wählen Sie eine maßgeschneiderte Lösung.

Schlussendlich ist es die Aufgabe von Ihrem RMM, die persönlichen wie auch finanziellen Gegebenheiten mit einem geringen Risiko zu nutzen und damit die präferierten Ziele zu erreichen. Ein Trader, der sich mit seinen Ressourcen und den eigenen Zielen nicht vorab vertraut macht, wird keine geeignete RMM Strategie finden und damit Erfolg haben.

 

Das Thema Tradingstrategie

Wünsche und Träume sind die eine Sache, doch das tatsächlich herauskommende Ergebnis durch die eigene Tradingstrategie schaut in der Regel anders aus. Daher blicken wir nun auf das Thema einmal genauer.

Bei einer schlechten Performance lässt sich sehr schnell erkennen, dass der Bereich des Tradings sehr komplex ist und es wie in jedem realen Markt auch mal nicht so berauschende Zeiten geben kann. Ihr Kontowert wird in dieser Konstellation auch mal sinken und diese Rücksetzer des Marktes werden fachmännisch als Drawdowns definiert. Es gibt immer wieder kleinere Aussetzer doch primär ist der größte Drawdown von Interesse und erhält dementsprechend eine größere Bedeutung. Blickt man auf den größten Rücksetzer, so kann er die Antwort auf die Frage sein, welche maximalen Positionsgrößen bei der eigens verwendeten Tradingstrategie sein können. Logischerweise führt eine Verdreifachung der bisherigen Positionsgröße zu einer Verdreifachung von Ihrem tatsächlichen Gewinn. Sie denken, dass klingt sehr verlockend? Ruhig mit den jungen Pferden, denn auch die Verluste verdoppeln sich in dieser Konstellation. Der höchste Drawdown wäre somit beispielsweise nicht bei 3, sondern bei 6 Prozent und das kann durchaus gefährlich für Ihr Depot sein. Es gibt hierbei logischerweise eine Grenze, die natürlich gesetzt wird. Auf diese Art und Weise wird der Komplettverlust Ihres Kapitals verhindert. Wenn Sie also eine inkorrekte Positionsgröße wählen, so wären Sie nicht mehr in der Lage, die eigene Strategie zu kontrollieren. Folglich würden auch die von Ihnen entwickelten Vorteile wegfallen, da Sie wirtschaftlich vor dem Ruin stehen würden. Sie sehen, die eigene Strategie, das Risiko und die Wahl der Positionsgröße sind wichtige Faktoren.

Ganz wichtig: Sie sollten Ihre Strategie samt den Daten kennen und den Vorteil nutzen. Eine zu große Positionsgröße kann gefährlich sein, dies gilt es immer zu beachten. Der maximale Drawdown ist zwar wichtig, zeigt jedoch nur die technischen Aspekte. Generell sollten Sie bei Verlusten behutsam an die folgenden Positionen gehen. Viele Trader und das spiegeln die Erfahrungen eindeutig wieder, reagieren zu emotional bei höheren Verlusten und riskieren damit Ihr gesamtes Kapital. Letztendlich sollten Sie einen Drawdown gar keine Chance geben und Ihn nicht in eine größer werdende Situation anwachsen lassen. Damit wären wir bei den drei Fragen und somit schließt sich hier der Bereich Ziele sowie die persönlichen Präferenzen.

Damit Sie diesen wichtigen Bereich optimal verstehen, fassen wir den Teilbereich noch einmal mit wenigen Worten zusammen. Das RMM stellt für Sie als Trader ein Steuerungselement dar und ist von wichtiger Bedeutung. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit, entwickeln Sie eine eigene Tradingstrategie und finden Sie die beste Positionsgröße für Ihren Bedarf. Bei Verlusten sollten Sie diszipliniert vorgehen, kein emotionales Risiko eingehen und genau überlegen, wie die nächsten Schritte aussehen.

 

Der nächste Bereich – Der Vergleich zwischen Risiko und Investitionen

Ehe wir uns weitere Details vom RMM anschauen, gilt es die Begriffe Investition und Risiko strikt voneinander zu trennen und Unterschiede herauszuarbeiten. Risiko bezeichnet einen gewissen Wert von Ihrem Kapital, der in einem Trade verloren werden kann. Bei einer Reihe von misslungenen Trades gefährden Sie Ihr Kapital. Bei einer Investition nimmt man eine gewisse Summe des Kapitals und verwendet diese für die Trades. Investitionen bezeichnen den Wert, der überhaupt aufgewendet werden muss, während das Risiko den möglichen Verlust definiert.

Ein entscheidender Aspekt ist eben dieses Risiko. Das von Ihnen eingesetzte Kapital muss in jedem Fall mit einem Stopp Loss abgesichert werden. Sie würden nämlich sonst den Verlust vom gesamten Depot riskieren und das sollten Sie tunlichst vermeiden. Die reine Einsatzsumme nimmt auch deshalb eine wesentliche Rolle ein, da es sich hierbei um einen restriktiven Wert handelt. Sie können am Ende vom Tag nicht mehr als den Wert von Ihrem Depot investieren.

 

Das RMM im Detail – Ein Blick auf den Fixex Ratio Ansatz

Bei dem Fixed Ratio Ansatz handelt es sich um eines der prägnantesten Modelle auf dem Markt und es ist nicht ohne Grund so beliebt. Einerseits ist die Idee dahinter relativ simpel, andererseits werden bedeutsame Aspekte im Zusammenhang mit dem Bereich Risiko befolgt. Dieser Ansatz misst das Risiko in Euro und auf diese Art und Weise können Sie als Trader das Risiko von möglichen Verlustreihen enorm reduzieren. In den reinen Gewinnphasen kann hierbei durchaus ein größeres Risiko eingegangen werden, man spricht hierbei von der Antimartingale Strategie. Das von Ihnen eingegangene Risiko ist als Prozentsatz durchaus definierbar und wird anhand des Kontostands bemessen.

Damit dieses Modell zum Tragen kommen kann, benötigen Sie einen permanenten Kenntnisstand von Ihrem Depotstand. Zudem sollten Sie den geplanten Preis zum Einsteigen, den Stopp Loss und auch den prozentualen Wert vom Risiko kennen und im Auge behalten. Der letzte Wert muss im Übrigen nicht für jede Position einzeln definiert werden, sondern wird über einen längerfristigen Zeitraum als Mittelwert verwendet.

Damit diese Bedingungen erfüllt werden, müssen Sie die Stückzahlen vom Kauf ermitteln. In diesem Zusammenhang werden einige Schritte erforderlich. Im ersten Bereich berechnen Sie das Risiko pro Trade. Dies berechnen Sie, indem Sie die Differenz aus Einstiegspreis und Stopp Loss verwenden.

Im Zuge dessen, sollten Sie darauf achten, dass Sie beim RMM-Wert nicht mehr als 1 Prozent pro Trade ausgeben und dementsprechend muss das Risiko Niveau geringgehalten werden.

Aufgrund dieser Basis können Sie nun die mögliche Aktienzahl ganz einfach ermitteln. Beim Kauf gilt es noch auf den Stopp Loss zu achten.

Der Trader gibt nun eine Kauforder von 35 Aktien zu 124,05 Euro auf und sichert diese mit einem Stopploss bei 117,00 Euro ab. Sollte der Trade im Verlust ausgestoppt werden, verliert er die geplanten 1 % seines Kontos.

 

Die Vorteile vom Fixed Ratio Ansatz

Im Zuge der Antimartingale Strategie zeigt sich, dass der Fixed Ratio Ansatz entweder beschleunigend oder eher schleppend, was den Markt beruhigt. Hat der Markt eine wirtschaftlich gute Phase, so können Sie mit der eigenen Tradingstrategie enorm hohe Gewinne erwirtschaften. Zudem profitieren Sie von einem sehr guten Zinsprofit und Ihre Performancekurve wird ebenfalls steigen. Ist die Marktlage dagegen eher schlecht, so reduziert sich Ihre Positionsgröße und die Verluste werden trotzdem ein wenig im Maße gehalten.

Ein weiterer positiver Aspekt der Strategie liegt bei der optimalen und durchdachten Wahl der Positionsgröße. Sie müssen demzufolge nichts dem Zufall überlassen und sind von keinen Stimmungen abhängig. Ihr Kontoverlauf wird damit stabiler und eher ruhig verlaufen, was in jedem Fall von Vorteil ist. Jeder Trade erhält dasselbe Risiko und somit können Sie jede Position mit der gleichen Gewichtung werten. Ihre Performance wird somit deutlich stabiler und Sie erhalten prägnantere Ergebnisse.

 

Die Theorie ist das eine – die Behinderungen beim praktischen Traden

Im Alltag stehen Ihnen viele praktische Hürden bevor. Zunächst einmal müssen sie entscheiden, wie hoch der Prozentsatz sein soll. Trader, die risikofreudiger sind, wählen in der Regel einen größeren Prozensatz. Dies kann beispielsweise ein Wert von 2 Prozent sein. Wer dagegen eher mit Vorsicht investieren möchte, der sollte einen Prozentsatz unter 1 Prozent wählen. Als Trader sind Sie auf sich allein gestellt und dementsprechend können nur Sie den geeigneten Prozentsatz wählen. Bei diesem Thema wären wir wieder bei den Ansätzen vom Beginn dieses Kapitels. Allgemein lässt sich aber festhalten, dass der gewählte Prozentsatz so klein wie möglich sein sollte.  Emotionales Traden sollte vermieden werden daher ist das Risiko bei einem geringeren Prozentwert deutlich geringer. Sie werden sehr schnell merken, dass das Investieren und die gesamten Gedanken drum herum deutlich einfacher werden.

Gerade wenn Sie als Neuling zunächst Erfahrungen mit dem Demotrading gemacht haben, werden Sie den Vergleich beim Echtgeld Trading perfekt feststellen können. Im Demo Bereich haben Sie vermutlich noch sehr hohe Gewinne erzielt, doch dies ist beim Einsatz von Echtgeld deutlich schwieriger. Der Grund liegt allerdings weniger am Markt, als viel mehr im Risiko. Die meisten Anleger setzen hinsichtlich des Risikos auf einen Wert, der deutlich unter 1 Prozent liegt. Im Endeffekt liegt das Risiko bei Ihnen. Sie können eine Menge gewinnen, aber auch hohe Verluste können durchaus vorkommen.

 

Der Fixed Ratio Ansatz und die Buchgewinne respektive die –verluste

Kommt der Fixed Ratio Ansatz bei einer Reihe von offenen Trades zum Tragen, so gilt es sich mit der Thematik Buchgewinne und –verluste zu beschäftigen. Hierbei sollten Sie Vorsicht walten lassen und aus kaufmännischer Denkweise rechnen. Buchverluste sollten stets komplett in das Konto hineingerechnet werden, während die erzielten Buchgewinne nur dann miteinbezogen werden, wenn diese mit einem Stopp Loss abgesichert wurden.

 

Der Bereich der Kosten

Ein Thema, welches Sie im Alltag immer wieder beschäftigen wird und auf das Sie in jedem Fall achten sollten, ist die Kostenfrage. Müssen die Kosten bei der Einberechnung vom Risikobetrag Berücksichtigung finden oder nicht? Oftmals ist es Trading so, dass es verschiedene Herangehensweisen und Möglichkeiten gibt. So auch bei diesem Thema. Sie können den ursprünglichen Prozentsatz beibehalten und ziehen im Nachhinein die Kosten ab. Es steht Ihnen aber auch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung. So können Sie den Prozentsatz minimal abändern und müssen im Anschluss die Gebühren nicht mehr subtrahieren.

 

Der Bereich des Intradaytrading

Der Fixed Ratio Ansatz ist mit weitreichenden Themen verbunden. Hierzu zählt auch der Bereich des Intradaytrading. Dieser Bereich ist im Alltag sehr komplex und bereitet vielen Tradern Kopfzerbrechen. Um korrekte Berechnungen durchzuführen, muss der Trader schnell aber klug entscheiden. Je kürzer die vorhandene Zeit gegeben ist, desto schneller und unpräziser wird eine Entscheidung getroffen. Dies soll für sie allerdings kein Grund zur Sorge sein. In der heutigen Zeit sind die Trade Software Programme so ausgeklügelt und modern, dass Sie schnell und auf einfache Art und Weise das Problem lösen können. Hierzu zählt auch das Ermitteln der Positionsgröße, die Sie innerhalb von nur wenigen Sekunden mit der Software auf dem Computer berechnen und finden können.

 

Die Thematik der kleinen Konten

Haben Sie als Trader ein etwas kleineres Konto mit einem geringeren Budget, so ist der Fixed Ratio Ansatz in der Verwendung etwas kompliziert. Ein Budget von 5 000 Euro ist gerade bei risikoarmen Tradern oft ein Hindernis und kann der Grund sein, weshalb es zu Verlusten kommt. Oftmals ist dies auch ein Risiko, da das Risiko prozentual erhöht wird. Daher sollten Sie sich über Ihre Risikobereitschaft gründlich und sehr sorgsam Gedanken machen. Sorgen Sie unter Umständen für einen höheren Kontowert oder schauen Sie sich auf einem der anderen Märkte um.

 

Das Thema Play Market Money

Eine Erweiterung vom eigentlichen Fixed Ratio Ansatz ist die Thematik Play Market Money. Dies ist allen voran für die Trader von Interesse, die ein höheres Risiko eingehen möchten. Der RMM ist hierbei eine gute Möglichkeit, um mit dem Play Market Money die präferierten Ziele zu erreichen und eine detaillierte Analyse im Vorhinein zu betreiben.

Der Play Market Money Ansatz hinsichtlich der Funktionalität ist im Grunde auch sehr einfach und schnell zu erklären. Bei diesem Ansatz gehen Sie das Risiko ein, einen fest definierten Prozentsatz und zusätzlich auch noch einen Teil der positiven Trades abzugeben. Da diese Strategie bei Gewinnen auf dem Depot aggressiver im Gegensatz zu anderen Verfahren ist, gibt es auch Möglichkeiten. Bei Verlusten ist der Play Market Money Ansatz allerdings identisch mit dem Ansatz von Fixed Ratio.

Als Trader können Sie bei diesem Ansatz die doppelte Menge an Aktien in Ihr Depot anlegen. Haben Sie dagegen einen Verlust erzielt, so wird kein Betrag für das Risiko erheben und Sie riskieren bei diesem Ansatz lediglich 1 Prozent von Ihrem Depotstand. Die anfangs gestellten Informationen beim Fixed Ratio Ansatz finden hier eine analoge Bedeutung.

 

Berücksichtigen Sie die korrelierenden Märkte

Häufig wird ein Problem bei der Thematik Kapitalrisiko ermitteln jedoch vergessen. Beim Ermitteln vom Kapitalrisiko und der Position müssen Sie auch die Korrelation berücksichtigen. Gerade bei den unterschiedlichen Märkten respektive den Aktien spielt dies eine gewichtige Rolle. Bei den Aktien ist es etwas ganz Besonderes, denn diese zeichnen sich übergeordnet einheitlich aus und wenn es beispielsweise zu einer kurz- bis mittelfristigen Rallye kommt, werden sich die meisten Aktien ansteigend entwickeln. Nicht jede Aktie ist gleichstark ansteigend oder fallend. Nicht nur bei Aktien ist dies zu bemerken, auch bei anderen Märkten kann es zu diesen Korrelationen kommen.

Sollte der Ölpreis als Future nachhaltig steigen, so werden wahrscheinlich auch die Futures für Benzin und Heizöl stark ansteigen. Bei anderen Märkten schaut dies ähnlich aus.

Zu Korrelationen kann es auch in einem kleineren Kreis bei einem unterschiedlichen Marktsegment und den Sektoren kommen. Als Trader sollten Sie gerade bei den Aktien Entscheidungen zwingend in Berücksichtigung stellen. Ebenfalls bei allen Aktien ist die Tendenz bei den Bewegungen nahezu gleich.

Machen wir dies ein wenig deutlicher. Wenn Sie ein Setup für das Traden entwickelt haben und eine Tradingposition starten, müssen Sie zwingend noch einen Stopp Loss festlegen, den Kapitaleinsatz definieren und auch das mögliche Verlustrisiko muss in Relation zum gesamten Kapital gesehen und ermittelt werden. Achten Sie allen voran auf das Risiko und sorgen Sie für den optimalen Kapitalerhalt. Als Trader haben Sie bei einem bereits entwickelten Setup verschiedene Möglichkeiten um sich zu positionieren.

Sie können verschiedene Positionen eingehen, allerdings sollten Sie jede Aktie vom Kapitalansatz herabsetzen. Auf diese Art und Weise wird das Maximale Risiko in der Kalkulation nicht überschritten. Wenn die von Ihnen gezogene Position positiv und in den Gewinn verläuft, so kann der Stopp Loss als Absicherung verändert und hochgezogen werden. In dieser Konstellation ist auch der Aufbau von einer zusätzlichen Position möglich. Wichtig ist allerdings, dass das Gesamtrisiko nicht mehr überschritten wird bei den einzelnen Positionen. Möchten Sie weitere Positionen im korrelierenden Bereich eröffnen, gilt dieselbe Verfahrensweise. Der neue Trade wird erst in dem Augenblick eröffnet, wenn die bisherigen Positionen abgesichert sind und das Risiko nicht über das gesamte Risiko steigen kann. Dies sind die wichtigen Voraussetzungen. Es gilt auch den Stopp Loss zu verändern und das einzelne Risiko zu reduzieren. Sie denken, dass dies ein umständlicher Weg ist? Nun, innerhalb von Ihrem Tradingkonto können Sie selbstverständlich auch mehr als nur eine Position eröffnen. Sie müssen dabei nur als Grundlage beachten, dass das Kapital auf mehrere Märkte verteilt wird. Diese können durchaus korrelierend sein, dürfen dabei aber nicht in direktem Zusammenhang stehen. Das Gesamtrisiko kann in dieser Konstellation dementsprechend angepasst werden.

Mit diesem Beispiel möchten wir dies ein wenig untermauern. Sie können innerhalb vom Aktienmarkt auf starke Aktien aus verschiedenen Sektoren setzen. Beispielsweise können Sie eine Aktie aus dem Automobilsektor kaufen und eine aus dem Pharma Bereich. Allerdings gibt es hier eine wichtige Voraussetzung: Für die entsprechenden Aktien muss ein gutes Setup vorliegen. Sollte sich der Markt allerdings nicht wie erhofft entwickeln, sondern vielmehr fallen, so werden sich auch die starken Aktien diesem Einbruch nicht mehr entziehen können. Allerdings ist dies viel mehr eine theoretische Situation und ein tatsächlicher Einsturz von allen Sektoren ist unwahrscheinlich. Häufig kommt es gerade in Märkten wie dem Pharma Bereich zu einer stark ansteigenden Performance, während der gesamte Markt fällt und sich negativ bewirkt. Im Gegenzug werden auch nicht alle Aktien steigen. Dies ist ebenfalls eine unrealistische Situation. Wenn Sie allerdings ein charttechnisches Setup entwickelt haben und dies nutzen, so können Sie höchstwahrscheinlich auch eine positive Performancekurve erreichen.

Sie haben auch die Option, weitere Streuungen vorzunehmen und Positionen auf Märkten zu eröffnen, die nicht gänzlich korrelierend sind.

So können Sie beispielsweise eine Position im Rohstoffmarkt und eine bei der Währung eröffnen. Die unterschiedlichen Positionen können sich bei einem günstigen Setup unterstützen. Beispielsweise können die Gewinne vom Devisenmarkt auch andere Verluste auffangen. Insgesamt können Sie also das Gesamtrisiko vermindern.

 

Die Diversifizierung bei der Anlagestrategie

Es gibt viele verschiedene Strategien um Anlagen erfolgreich zu handeln. Sofern Sie nicht in die Bereiche Intraday oder Swingtrading investieren, sollten Sie die Anlagestrategie Diversifizierung für sich zu eigen machen. Bei einer Reihe von Basiswerten kann es zu einer Korrelation kommen und so können die Bewegungen einer Aktie mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Im gesamten Markt sind Korrelationen enthalten und wenn nur als Beispiel der Dow Jones fällt, so wird dies auch mit dem DAX geschehen. Ein umgekehrtes Szenario ist dabei auch möglich.

 

Welche Folgen hat dies für die Handelsformen und welche Bedeutung hat dies?

Wenn Sie Positionen eröffnen, sollten Sie diese auf bereits eröffnete Trades abstimmen und auch das Risiko ist dabei sehr wichtig. Wenn Sie beispielsweise Positionen in Gold investieren und anschließend bei einem Risiko von 1 Prozent halten, so können Sie keine weiteren Positionen aufbauen. Daher müssen Sie bei dieser Konstellation erst einmal warten, bis das Risiko geringer ist. Dies Erreichen Sie dadurch, dass Sie die Stopp Loss immer wieder verändern. Sobald dies geschehen ist und die Risiken minimiert wurden, müssen Sie die Setups vorantreiben und können die neuen Positionen eröffnen.

Dieses Vorgehen und die Art und Weise ist partizipierend und dementsprechend ist es trendfolgend. Ein etablierter Trend kann nur dann eine erhöhte Gewichtung erhalten, sofern der Trend positiv verläuft und anhält. Sollte der Trend dagegen wechseln und fallen, so werden die Verluste sehr gering sein und eine schwächere Gewichtung erhält.

Innerhalb von einem Markt ist diese Methode sehr vorteilhaft, vorausgesetzt die Positionen bauen aufeinander aus. Das Risiko lässt sich bei Verluste aufteilen und dementsprechend werden die Verluste nur abgeschwächt spürbar sein.

 

Halten wir dies abschließend noch mit einem Beispiel fest:

Als Trader eröffnen Sie aufgrund einer Aufwärtsbewegung von einem bestimmten Sektor zwei Positionen in einem anderen Sektor. Sobald diese ansteigen, können Sie in einem weiteren Sektor eine Position eröffnen und somit die Last auf mehrere Bereiche lenken. Auf diese Art können Sie die Gefahr eines Komplettverlusts in einem Sektor reduzieren. Insgesamt ist es also in jedem Fall ratsam, dass Verlustrisiko so gering wie möglich zu halten. Zuletzt sei noch erwähnt, dass der Einstieg nach und nach erfolgen soll. Das Risiko wird nämlich hierbei auf einem konstanten Niveau gehalten, während bei einer steigenden Position die Gewichtung größer wird. Merken Sie sich allerdings noch, dass die Partizipation nicht behindert noch gemäßigt wird.

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