Trading Anleitung – Die ultimative Checkliste für Ihren Trading-Erfolg

By on Dezember 2, 2015
Trading Anleitung Checkliste

Trading ist eine aktive Form der Teilnahme an den Finanzmärkten, welche in der Regel die traditionellen Buy-and-Hold-Investitionen in Sachen Performance klar übertreffen kann. Statt ausschließlich Gewinne aus dem langfristigen Aufwärtstrends der Märkte zu erzielen, profitieren Händler beim Trading von kurzfristigen Preisschwankungen sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten. Lesen Sie die ultimative Trading Anleitung und profitieren auch Sie vom Auf und Ab an den Märkten.

(Bildquelle rechts: penguiin/shutterstock.com)

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Trading Anleitung – Die Checkliste

Viele Menschen gelangen zuerst über den Umweg der langfristigen Wertpapierinvestitionen an die Finanzmärkten. Zweck der Anlage ist es Wohlstand langsam und über einen längeren Zeitraum aufzubauen. Dabei werden fast ausschließlich Buy-and-Hold-Techniken verwendet. Das sind meistens Investitionen in einen Aktienkorb oder in einen Investmentfonds. Die gewaltigen Schwankungen welche zwangsläufig im laufe der Jahre an den Märkte stattfinden, bedeuten aber für langfristige Anleger ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Dies kann angesichts der üblichen Ziel dieser Veranlagungen, nämlich die Vermögensbildung für einen finanziell entspannten Ruhestand, durchaus problematisch sein.
Im Gegensatz zu klassischen Buy-and-hold-Investionen, bietet das kluge Trading die Möglichkeit des gleich schnellen oder oft sogar noch schnelleren Vermögensaufbaus, ohne aber derartig große Wertschwankungen und Risiken in Kauf nehmen zu müssen. In dieser Trading Anleitung, werden wir die verschiedenen Formen des Tradings, die notwendigen Voraussetzungen und auch welche Kapitalerträge realistisch sind, kennenlernen.

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Trading Stile in Abhängigkeit der Haltedauer

Position Trading

Position Trading umfasst den längsten Handelszeitrahmen und kann bis zu mehre Jahre gehen. Position Trader können eine Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse nutzen um ihre Handelsentscheidungen zu treffen. Häufig dienen Wochen- oder Monatscharts bei der Bewertung der Märkte. Typischerweise werden dabei kurzfristige Preisschwankungen für die Identifizierung von Kauf- und Verkaufssignale ignoriert. Diese Art des Handels ist dem Investieren am ähnlichsten.

Swing Trading

Swing-Trading bezieht sich auf eine Trading-Stil, bei dem Positionen für einen Zeitraum von Tagen oder Wochen gehalten werden. In der Regel verlassen sich Swing-Trader auf die technische Analyse und auch auf die Price-Action (Analyse der Kursbewegungen) um profitable Handelssignale zu finden. Dabei wird wenig bis kaum Aufmerksamkeit auf die fundamentalen Daten gelegt. Trades werden hierbei beendet wenn ein zuvor festgelegtes Gewinnziel erreicht ist. Wenn die Position hingegen in eine unvorteilhafte Richtung geht, wird sie bei erreichen einer vorher definierten Stopp-Loss-Marke geschlossen. Interessant ist auch, dass beim Swing-Trading normalerweise nach einem gewissen Zeitraum die Position automatisch geschlossen wird, da sie sich scheinbar nicht in die eine oder andere Richtung zu bewegen scheint.

Ein großer Vorteil des Swing-Tradings ist das erhöhte Ertragspotential und die fehlende Notwendigkeit einer ständigen Überwachung, was die Möglichkeit eröffnet, dieser Aktivität nur Teilzeit oder gar lediglich am Abend nachzugehen.

Day Trading

Das Day Trading bezieht sich auf eine Trading-Stil, in denen Positionen an ein und dem selben Tag eröffnet und wieder geschlossen werden. Im Gegensatz zu Position- und Swing-Trading, hält ein reiner Daytrader niemals Positionen über Nacht. Daytrader verwenden aufgrund der kurzen Haltedauer ausschließlich technische Analysen um Gewinne zu generieren. Dabei werden kleine Kursschwankungen innerhalb von einigen Minuten und manchmal Stunden genützt. Daytrading ist ein Vollzeit-Job da die Positionen ständig überwacht und angepasst werden müssen. Auch müssen sie sofort Kenntnis erlangen wenn es zu technologiebedingten Unterbrechungen kommt und versuchen diese so schnell wie möglich zu beheben.

Scalping

Das Scalping ist eine äußerst aktive Form des Daytradens. Scalper zielen auf kleinsten Intraday-Kursbewegungen ab. In der Regel werden Positionen für einen einen Zeitraum von Sekunden bis höchstens Minuten gehalten. Da Gewinne sind daher sehr klein und es können Dutzende oder sogar Hunderte von Trades jeden Handelstag getätigt werden. Präzision, ständige Aufmerksamkeit und eiserne Disziplin sind bei diesem Stil unverzichtbar.

Durch die vielen Gewinner können erfolgreiche Händler in kurzer Zeit enorme Ertragszuwächse verzeichnen. Dies kann aber nur erreicht werden, indem der Händler die Märkte über ihre gesamte Öffnungszeit verfolgt.

Nachdem wir uns in dieser Trading Anleitung bislang angesehen haben, welche unterschiedliche Handelsstile existieren, werden wir uns nun dem Thema widmen wie Sie die für Ihre Ziele passende Art finden können.

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Welche Ansatz ist der richtige?

Händler müssen eine Vielzahl von Faktoren bei der Auswahl eines Trading-Stil berücksichtigen:

  • Kontogröße
  • Die Zeit die dem Handel gewidmet werden kann
  • Erfahrung
  • Persönlichkeit
  • Risikotoleranz

Im Allgemeinen gibt es eine inverse Beziehung zwischen den Handelszeitrahmen und der Zeitdauer die Sie dem Märkte widmen müssen. Zum Beispiel sollte ein Position-Trader in der Lage sein, ein paar Stunden pro Woche damit verbringen seine Trades zu verwalten. Ein Scalper auf der anderen Seite, muss das Traden zu einem Vollzeit-Job machen und jede Minute eines Handelstages damit verbringen sein Positionen aktiv zu managen.
Obwohl diese Unterscheidung theoretisch streng gehandhabt wird, ist bei vielen Marktteilnehmern diese Unterscheidung in der Praxis nicht ganz klar, da sie manchmal Trades nur kurzfristig halten, manchmal aber Postionen für Wochen, Monate oder gar Jahre.

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Professionelles Trading

Die Idee den Handel zum Beruf zu machen erscheint vielen Menschen extrem attraktiv. Sie werden damit zu ihrem eigenen Chef, bestimmen ihre eigene Agenda und Arbeit von zu Hause aus. Dabei haben Sie oben drauf auch noch praktisch unbegrenztes Einkommens-Potenzial. Vergessen Sie aber niemals, dass Sie auch Daytrading lernen müssen, wollen Sie erfolgreich sein. Eine Trading Anleitung können Sie auch auf anderen Seiten im Internet finden und sie kann Ihnen als Grundlage auf dem Weg zum professionellen Trading bzw. zur finanziellen Unabhängigkeit dienen.

Wie wichtig es ist eine Trading Anleitung genau zu befolgen, zeigen einige Trading-Faken:

  • Etwa 90% der Day-Trader scheitern im ersten Jahr,
  • Es gibt keinen Weg, um das Handelsrisiko komplett zu beseitigen,
  • Es gibt keine Handelssystem, welches 100% der Zeit gewinnt,
  • Sie werden immer mit einigen Position Geld verlieren, sogar wenn Sie ein Rockstar-Trader sind.

Wenn Sie ein tolles Handelssystem haben, brauchen Sie dann Geld um Geld zu verdienen oder es wird sonst zu lange dauern. Wenn Sie aber nicht über das notwendige Kleingeld verfügen, kann alternativ der Einsatz eines klugen Hebels die Lösung für Sie darstellen.

Der optimale Hebel hängt hauptsächlich von der erwarteten Volatilität Ihres Systems ab. Grundsätzlich lässt sich hier sagen, dass je stabiler das System ist, desto mehr Hebel verwendet werden kann.

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Trading Anleitung – Wie starten?

Obwohl Sie relativ schnell mit dem Trading starten können (Kontoeröffnung, Charts etc), bedeutet das aber nicht, dass erfolgreiches und profitables Handeln einfach ist. Ganz im Gegenteil, es scheitern bekanntlich 90% der Neuanfänger, da sie den Handel ohne einem professionellen Zugang angehen. Das heißt unter anderem ohne einen Geschäfts- oder Trading-Plan entwickelt zu haben, ohne sich Gedanken gemacht zu haben welche(n) Wettbewerbsvorteil(e) sie wirklich haben und auch ohne über eine ausreichende Kapitalausstattung zu verfügen. Noch schlimmer, werden besonders übers Internet oftmals unseriöse Kurse angeboten, welche unglaubliche Ergebnisse versprechen, aber hinter denen in Wirklichkeit nichts anderes steckt, als Gauner die unbedarften Trading-Neulingen das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Dadurch wird dann oftmals ein bereits dünner Kapitalpolster noch weiter beschädigt, was die Erfolgsaussichten zusätzlich verschlechtert.

Vergewissern Sie sich also immer, dass Kurs-Anbieter auch Ihre Trading-Gewinne belegen können!

Seien Sie auch geduldig, entwickeln Sie einen gut recherchierten Trading-Plan und stellen Sie sicher dass auch das notwendige Trading-Kapital sowie die adäquate Infrastruktur (Hard- und Software) zur Verfügung stehen, bevor es losgeht.

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Trading-Plan

Eine Trading Anleitung wäre niemals komplett ohne die wesentlichen Aspekte eines Handelsplans abzudecken und ein gut strukturierter Handelsplan ist die Grundvoraussetzung auch nachhaltig erfolgreich am Markt sein zu können.
Ein Trading-Plan ist eine schriftliche Satz von Regeln, der die folgenden Komponenten umfasst:

– Instrumente (Märkte)
– Zeitfenster
– Kapital
– Money-Management
Positionsgrößen
– Entry-Setup
– Exit-Setup
Mentale Verfassung
– Tagebuch

Ein ausführliche Beschreibung zu den einzelnen Elementen eines Trading-Tagebuchs finden Sie hier.

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Trading-Infrastruktur

Vor nicht zu langer Zeit, würden Sie einfach Telefon und Ihren Broker anrufen, wann immer Sie eine Order ausführen wollten. Der Broker würde den Auftrag dann dem Parketthändler weiterreichen und die Order würde ausgeführt werden. In der Zwischenzeit ist aber eine erstklassige Trading-Infrastruktur unumgänglich, was natürlich einerseits einiges an Kosten verursacht, andererseits aber auch eine ebene Spielfläche geschaffen hat, welche auch Kleinanlegern gute Chancen ermöglicht, an den Finanzmärkten fantastische Erträge zu erzielen.
Um erfolgreich mit dem Handel zu beginnen, benötigen Sie zumindest einen leistungsstarken Computer, einen Breitband-Anschluss und entsprechende Trading-Software.

Rechner:

Ein Computer ist Ihre wichtigste Werkzeug. Hier findet die Aktion statt. Idealerweise wird Ihr Trading PC ausschließlich für das Trading eingesetzt. Falls dies nicht möglich ist, dann sollte zumindest sichergestellt werden, dass ein gutes Anti-Virus Programm sowie eine potente Firewall den PC sauber halten.
Der Rechner sollte jedenfalls über einen möglichst schnellen Prozessor und ausreichende Speichermenge verfügen. Die genauen Spezifikationen hängen in erster Linie von Ihrem Trading-Stil und dem verfügbaren Kapital ab. Wenn möglich sollten mindestens zwei Monitore an den Rechner angeschlossen sein, idealerweise zwischen vier und sechs. Damit können Sie mehrere Charts sehen, Ihre Trading-Plattform bedienen und auch einen Nachrichtendienst verfolgen. Damit sollten Sie in der Lage sein situativ besser zu entscheiden und auch mehr Präzision in Ihr Trading zu bringen.

Internetverbindung:

Genau so wichtig wie ein schneller PC, ist eine blitzschnelle Internetverbindung. Ohne dieser wird es unmöglich sein, Daten rechtzeitig zu bekommen bzw. auch an Ihren Broker zu senden. Auch hier unterscheiden sich die Anforderungen speziell in Abhängigkeit des Trading-Stils. Ein Scalper wird diesbezüglich eine wesentlich schnellere Lösung benötigen als ein langfristiger Position-Trader.
Bei Erstgenannten kann selbst eine Verzögerung von wenigen Sekunden den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten, bei Letzterem machen sogar mehrere Minuten im Normalfall keinen Unterschied.

Kommerzielle Trading-Software:

Software-Lösungen dienen hauptsächlich drei verschiedenen Zwecken:

  • Chartanalyse
  • Back-Testen
  • Orderausführung

Mit der Charting-Software können Sie visuell, Entwicklungen am Markt analysieren und oberflächlich Strategien entwickeln, welche Sie dann mit einer Back-Testing Lösung historisch evaluieren. Wenn Sie also sich eine Strategie ausgedacht und diese mit historischen Daten getestet haben, dann können Sie mit einer passenden Orderausführungssoftware zu handeln beginnen. Oftmals bieten Software-Pakette alle drei Module an  wodurch keine Notwendigkeit besteht, diese einzeln zu kaufen.

Broker bieten hier häufig auch eigene oder Lösungen an, weshalb es sich empfiehlt die verfügbaren Software-Lösungen auch bei der Auswahl des Brokers mitzuberücksichtigen.

Broker und Handelskonten:

Die Broker sind ein wichtiger Partner im Trading und ermöglichen es Ihnen mit den Märkten zu interagieren. Die Auswahl des passenden Brokers ist eine wichtige Entscheidung und sollte folgende Fragen ausführlich behandeln:

  • Welche Märkte können getradet werden?
  • Wird eine Software-Lösung angeboten und eine Gebühr verlangt?
  • Werden andere Services (Research, Handelsempfehlungen etc) angeboten welche Sie suchen?
  • Besteht die Möglichkeit des simulierten Handels?
  • Wie gut ist die Auftragsausführung?
  • Wie effizient ist der Kundenservice?
  • Was sind ihre Gebühren und Kosten, darunter auch „versteckten Gebühren“?
  • Welche Margin-Optionen werden angeboten?
  • Welche Art von Daten-Feeds werden angeboten?

Haben Sie sich für einen Makler entschieden, werden Sie in der Lage sein ein Konto zu eröffnen und jene Märkte zu handeln, welche Sie ausgesucht haben.

Potentielle Erträge:

Abhängig von den gewählten Trading-Methoden und dem verwendeten Hebel, können fast unlimitierte Erträge erzielt werden. Je kürzer die Haltedauer und je öfter erfolgreich gehandelt wird, desto höhere Kapitalzuwächse können Sie erwarten. Typische Zuwachsraten liegen im zwei- bis dreistelligen Bereich, wodurch Sie Ihr Kapital in wenigen Jahren vervielfachen können.

In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass die durch die Infrastruktur (Software, Internet etc) anfallenden Fix-Kosten bei höheren Handelskapital weniger ins Gewicht fallen, weshalb auch ein höherer Kapitaleinsatz in der Regel zu attraktiveren Erträgen führt.

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Fazit

Ziel dieser Trading Anleitung war es den Lesern Einblicke zu gewähren welche Trading-Stile existieren, welche (Mindest)-Voraussetzungen erfüllt sein müssen um erfolgreich zu handeln und welche Erträge bei einer strukturierten und systematischen Vorgangsweise erwartet werden können. Spätere Artikel werden die einzelnen Voraussetzungen genau durchleuchten und dem Handelsneuling eine noch spezifischere Trading Anleitung für den ultimativen Erfolg an den Forex-, Aktien- oder Rohstoffbörsen mitgeben.

One Comment

  1. Peter73

    August 22, 2017 at 08:30

    Ich finde den Artikel sehr gut, da er Einsteigern gut zusammenfasst, was es alles an Basics zu beachten gilt. Was für Anfänger aber auch noch sehr wichtig ist, ist sich mit der Fachliteratur auseinanderzusetzen. Empfehlen kann ich hier das eBook “Die Tra­ding Anlei­tung” von Maxi­mi­li­an Kle­ber. Das Buch ist eine sehr kompakte Zusammenfassung der Technischen Analyse. Auch die Themen Bollinger Bänder und Oszillatoren wird hier super erklärt. Das schöne an diesem Buch ist, dass es einem zu den meisten Themen eine konkrete Handlungsempfehlung zur Anwendung und eine Trading Strategie mitgibt. Ist wohl noch recht neu am Markt aber meiner Meinung nach ein absoluter Geheimtip, gerade für Anfänger!

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