Trading Charttypen

By on November 3, 2017

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die bedeutendsten Charttypen vorstellen. Zu den Charts zählen Kursverläufe der verschiedenen Aktien sowie Devisen und Rohstoffe. Diese lassen sich auf verschiedene Art und Weise anzeigen. Mit Hilfe der verschiedenen Charttypen, erhält man so verschiedene Informationen als Trader.

 

Die Auswertung der charttechnischen Analyse gehört zu den wichtigsten Instrumenten eines Traders. Auf diese Art lassen sich Charts, vielfach sich Kursverläufe in unterschiedlichen Arten darstellen. Mit Hilfe dieser Instrumente kann man auch eine Vielzahl von Auswertungen vornehmen.

Der Linienchart ist im Grunde genommen das Gerüst und somit der Basispunkt einer jeden Analyse. Dabei wird der Kursverlauf dargestellt. Der Techniker des Chartbereichs nimmt sprichwörtlich eine Lupe und schaut mit dieser auf den Linienchart. Auf diese Art und Weise analysiert er den Chart. Anschließend sind Wechsel der Darstellungstypen möglich. Ein Wechsel auf ein Balken- oder Kerzenchart ist ein Beispiel dafür.

Mittels Charting-Software erfolgt da charttechnische Analysieren. Das Umstellen des Charttypus in einem solchen Charting-Programms erfolgt damit mit einem einzigen Mausklick. Die Chartseiten der großen Onlinebroker und Banken bieten bereits mit Ihren Grundfunktionen diese Möglichkeit.

 

Eine Liste der Charttypen

  • Linienchart
  • Balkenchart (Barchart)
  • Kerzenchart (Candlestick Chart)
  • Point & Figure Chart
  • Renko Chart
  • Three Line Break Chart
  • Heikin Ashi Chart
  • Kagi Chart

Der Charttechniker enthält durch das bloße Umstellen des Darstellungstyps mehr und vor allen Dingen präzisere Informationen.

Der Charttechniker enthält durch das Umstellen des Darstellungstyps mehr Informationen und vor allen Dingen präzisere Informationen. Das wiederum erlaubt eine präzisere Prognosestellung.

Auf die einzelnen Charttypen werden wir jetzt näher eingehen

Beim klassischen Linienchart  bietet sich eine gute Übersicht des übergeordneten Bildes vom Kursverlauf. Die übergeordneten Trends werden dabei gut sichtbar. Man kann klar erkennen, ob der Basiswert im mittleren Zeitfenster steigt, fällt oder eben seitlich läuft.  Das Volatilitätsmuster des Basiswerts lässt sich bereits im Linienchartgut erkennen. Sind die Zyklen der Kursbewegung gemächlich in breitbasigen Zyklen oder hektisch mit großen sägezahnartigen Ausschlägen?

Wichtige nachrichtentechnisch relevante Termine können hier sehr gut markiert werden, um dann die Kursreaktionen auf diese Termine und Ereignisse beobachten zu können.  Am Beginn einer charttechnischen Analyse steht dann die Beschau des Liniencharts. Wenn man zum Beispiel den Linienchart des DAX auf Tagesbasis nimmt, das heißt einfach nur die Tagesschlusskurse chronologisch aneinanderreiht, kann man die Ausschläge sehr schön erkennen. Jetzt kann man bestimmte Ausschläge mit Ereignissen oder Terminen markieren und bekommt so einen guten Überblick. Möchten Sie die Darstellung des Kursverlaufs in einem größeren Zeitfenster erfassen, beispielsweise über Jahre oder Jahrzehnte, bietet sich die Eingabe von Wochen oder gar Monatskursen an. Es werden dann einfach statt der Tageskurse, die Wochen- oder Monatskurse eingegeben.

 

Der Balkenchart

Die Umstellung von Linienchat auf Balkenchart, mit dem gleichen Zeitraum, bietet eine Sichtweise ähnlich einer Lupe. Die Aneinanderreihung der Balken, der sogenannten Bars kann dann wieder für Tages-, Wochen- oder Monatskurse stehen. In den USA oder Australien ist der Balkenchart die beliebteste Sichtweide der häufig verwendeten Charttypen.

Die Informationen die dieser Balken dann gibt sehen wie folgt aus:

  • Der Höchstkus wird durch das obere Ende angezeigt, im Tages-Balkenchart also den Tageshöchstkurs.
  • Der Tiefstkurs zeigt dementsprechend der Tiefstkurs an,  im Tages-Balkenchart also den Tagestiefstkurs.
  • Die gesamte Balkenhöhe zeigt dementsprechend die Schwankungsbreite des Tages an.
  • Ein kleiner Strich nach links zeigt den Eröffnungskurs an, das wird bei älteren Balkencharts nicht angezeigt.
  • Ein kleiner Strich nach rechts zeigt den Schlusskurs an.

 

Der Kerzenchart

Mit nur einem Mausklick können wir uns jetzt genau den gleichen Kursverlaufsabschnitt in einer Kerzenchartdarstellung ansehen. Auch in dieser Perspektive sieht das Ganze im Vergleich zum Linienchart, wie durch eine Lupe betrachtet aus. Der Kursverlauf wird hierbei durch eine Aneinanderreihung so genannter Kerzen (Candlestsicks) dargestellt. Eine sogenannte Tageskerze zeigt Ihnen den Eröffnungs- und Schlusskur, sowie den Höchst- und Tiefstpreis an. Auch können Sie die gesamte Handelsspanne erkennen. Soweit handelt es sich also um die gleichen Informationen wie bei dem Balkenchart. Durch die Farbe und den Kerzenkörper jedoch haben Sie die Möglichkeit, neben dem Informationsgehalt auch eine ganze klare visuelle Darstellungsform der „Netto-Bewegung“ des Tages in den Vordergrund zu stellen. Dabei zeigt der Kerzenkörper den Abstand zwischen dem Eröffnungs- und Schlusskurs an. Der Charttechnische Analyst kann also bereits durch die Form relativ schnell sehen, ob und in welchem Ausmaß der Kurs am Tag gestiegen oder gefallen ist.  Die Kerzendarstellung ist die weltweit gebräuchlichste Form überhaupt. Diese Darstellungsform wurde in Japan entwickelt, das ist auch der Grund, warum die ersten Figuren japanische Bezeichnungen tragen.

Auf der linken Seite stehen die Gewinnkerzen und auf der Rechten die Verlustkerzen.

  • Das obere Ende des dünnen Strichs zeigt den Höchstkurs an, im Tageskerzenchart wird also der Tageshöchstkurs angezeigt.
  • Das untere Ende des dünnen Strichs zeigt den Tiefstkurs an, im Tages-Kerzenchart also den Tagestiefstkurs.
  • Die Schwankungsbreites des Tages wird durch den dünnen senkrechten Strich in der gesamten Länge (Höhe) dargestellt.
  • Die eigentliche „Netto-Kursbewegung“ wird durch den eigentlichen Kerzenkörper, der den Eröffnungs- und Schlusskurs anzeigt, dargestellt.
  • Eine Verlustkerze zeigt einen schwarzen (oder roten) Kerzenkörper an. Der Schlusskurs liegt unter dem Eröffnungskurs. In dem besagten Intervall kam es also zu einem Kursverlust. Es handelt sich um eine schwache Kerze.
  • Zeigt die Kerze einen weißen (oder grünen) Kerzenkörper an, handelt es ich um eine Gewinnkerze. In diesem Fall ist der Schlusskurs liegt hier über dem Eröffnungskurs, es kam also zu einem Kursanstieg. Hierbei handelt es sich um eine starke Kerze.
  • Oberhalb des dünnen Strichs, über dem Kerzenkörper wird ein Schatten angezeigt (Docht). Bei einer Tages-Verlustkerze bedeutet das dann, dass der Kurs intraday über das Eröffnungskursniveau steigen konnte. Das Tageshoch wurde also erreicht, fiel aber anschließend wieder zurück
  • Bei der Tages-Gewinnkerze steigt der Kurs intraday über das Schlusskursniveau, dort wird das Tageshoch ausgebildet, ehe er dann wieder zurückfällt.
  • Unter dem Kerzenkörper wird ein weiterer unterer Schatten ausgebildet, die sogenannte (Lunte). Das bedeutet bei einer Tages-Verlustkerze, dass der Kurs intraday unter dem eigenetlichen Schlusskursniveau abfiel, er erreichte das Tagestief. Konnte sich jedoch wieder erholen. Bei der Tages-Gewinnkerze bedeutet das, dass der Kurs intraday unter das Eröffnungskursniveau abfiel, das Tagestief ausbildete und dann jedoch wieder deutlich anstieg.

Letztendlich kann man in jedem Fall festhalten, dass die Charttechnik ein wichtiges Instrument ist und für Trader unerlässlich ist. Gerade um die Kursverläufe genauer analysieren zu können, sind die Charttechniken enorm hilfreich.

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